Junge Ansprechperson zum Thema Suchtprävention und psychische Gesundheit (JASP)

Ursachen für eine Abhängigkeit liegen oft in der frühen Jugend. Dazu zählen verschiedene Faktoren. Psychischer Erkrankungen treten z.B. häufig zum ersten Mal im jungen Erwachsenenalter auf. Gleichzeitig sind exzessive Verhaltensweisen oft ein Teil der Identitätssuche und der Erprobung eigener Grenzen.

🔹 Depression tritt meist im Alter von 18-25 Jahren zum ersten Mal auf.

🔹 35,5 % der Jugendlichen zwischen 18 und 25 Jahren trinken regelmäßig Alkohol.

🔹 20.272 Jugendliche zwischen 10 und 19 Jahren wurden 2019 wegen einer Alkoholvergiftung stationär behandelt.

Eine erfolgreiche Methode in der Suchtprävention mit Auszubildenden und jungen Mitarbeitenden ist Prävention und Kommunikation auf Augenhöhe. Durch junge Suchtberater in ähnlichem Alter, mit ähnlichen Interessen, kann die Interaktion einfacher gelingen. Wir bieten eine Ausbildung zur Jungen Ansprechperson zum Thema Suchtprävention und psychische Gesundheit (JASP) an. Diese ist geeignet für MitarbeiterInnen bis 25Jahre und eine ideale Ergänzunng zu weiteren Maßnahmen in der betrieblichen Suchtprävention.

 

 

Auffälligkeiten am Arbeitsplatz

Viele Jugendliche greifen zu Alkohol oder anderen Suchtmitteln, um Spaß zu haben. Dies kann die Arbeit beeinflussen.

 

Auszubildende kommen immer wieder mit Restalkohol in die Arbeit oder sind sichtbar unausgeschlafen? Junge Mitarbeiter berichten von regelmäßigem Komasaufen am Wochenende? Eine junge, engagierte Mitarbeiterin wird immer dünner?

 

Sie wissen nicht, wie Sie als Arbeitgeber richtig darauf reagieren?

 

Sucht am Arbeitsplatz entwickelt sich nicht von heute auf morgen. Suchtentstehung ist schleichender Prozess, der sich oft über 10 bis 15 Jahre erstreckt. Meist liegt der Ursprung in der Jugendzeit. Denn junge Menschen stehen vor zahlreichen Herausforderungen, allen voran die Identitätsfindung. Hierzu gehört die Experimentierfreudigkeit und das Bedürfnis, Grenzen zu entdecken und auszutesten. Alkoholmissbrauch oder Drogenkonsum können Ausdruck dieser Identitätssuche sein. Dieses Risikoverhalten kann zu Sucht führen und den (Arbeits-)Alltag negativ beeinflussen.

Wenn an dieser Stelle als Führungskraft bereits richtig handelt, kann massive Suchtprobleme am Arbeitsplatz verhindern.

Doch der Altersunterschied zwischen den Mitarbeitenden und Vorgesetzten kann ein Problem darstellen.

 

Suchtprävention auf Augenhöhe

Für eine Suchtprävention auf Augenhöhe sind junge Suchtbeauftragte sind die ideale Unterstützung. Mahnende Worte eines Mitarbeitenden, der sich im Alter der eigenen Eltern oder gar Großeltern befindet, kommen oft nicht an. Der Altersunterschied und damit einhergehende Unterschiede in der Betrachtung erschweren die Kommunikation. Die jungen betrieblichen Suchtbeauftragten kennen hingegen die Lebenswelt der jungen KollegInnen aus eigener Erfahrung und können so deutlich empathischer sein. Sie können die betrieblichen Maßnahmen besser auf die Zielgruppe abstimmen, da sie derselben Generation angehören.

Suchtprävention muss Spaß machen und mit positiven Emotionen verknüpft werden. Reine Vernunftapelle sind erfahrungsgemäß nicht nachhaltig. Junge betriebliche Ansprechpersonen Suchtpräventon (JASP) bringen neue kreative Ideen mit, die die Zielgruppe auch erreichen.

 

Kollegiale Beratung

Um junge Suchtberater für ihre Aufgaben im Betrieb fit zu machen, werden sie in unterschiedlichen Bereichen geschult. Hierbei stehen zwei Bereiche im Vordergrund. Erstens die Planung und Durchführung von nachhaltigen Präventionsveranstaltungen. Zweitens werden sie eingehend in der Gesprächsführung geschult. Somit können sie KollegInnen ganz konkret Hilfestellungen bieten und in externe Hilfemaßnahmen vermitteln.

Ziel ist es, das kollektive Wegschauen und Ausgleichen von Auffälligkeiten zu unterbrechen. Stattdessen wird eine Kultur des Hinschauens und Helfens etabliert.

 

Stressprävention und Suchtprävention

Darüber hinaus sollen die jungen Suchtberater dazu befähigt werden, präventiv den Umgang mit Stress im Betrieb zu thematisieren.

Streit auf der Arbeit, Angst vor Arbeitsplatzverlust oder auch Mobbing. Es gibt viele verschiedene Faktoren, die zu Stress führen und Menschen zu Suchtmitteln greifen lässt. Diese Verhaltensweise entsteht und festigt sich oft in der Kindheit oder Jugend.

Aufgrund dessen ist der Umgang mit Gefühlen wie Stress, Angst, Wut, Frust uvm. ein zentrales Anliegen der betrieblichen Suchtprävention. Das Thema Stress- und Burnoutprävention wird in unserer Ausbildung zum jungen Suchtberater von einem erfahrenen Gastreferenten vermittelt.

Mit Abschluss der Ausbildung sind die jungen Ansprechpersonen Suchtprävention (JASP) fähig, an verschiedenen Ebenen anzusetzen.

  • Sie können einen gesunden Umgang mit Stress vermitteln.
  • Sie sind in der Lage, zum Thema Suchtprävention Projekte zu planen und durchzuführen.
  • Sie können mit süchtigen Kolleginnen sicher interagieren und sie beraten.

Junge Multiplikatoren

Die Arbeit von ausgebildeten Peers (Gleichaltrigen) bewährt sich in Schulen seit Jahrzehnten. Wir haben unsere Erfahrungen in der Ausbildung und Begleitung von Multiplikatoren zur Suchtprävention auf den Arbeitskontext angepasst. Daraus haben wir eine einzigartige Ausbildung geschaffen.

Für weitere Infos:

 

Unsere Broschüre

 

Rahmen

  • 4 Module á 2 Tage
  • Inhouse oder auf Wunsch in einem Tagungshaus
  • Auszubildende, Jugendvertreter und Mitarbeitende im Alter bis maximal 25 Jahre
  • Mindestteilnehmerzahl 5 Personen

Inhalte

  • Informationen zu Suchtformen und Suchtmitteln
  • Möglichkeiten der betrieblichen Suchtprävention
  • Projektarbeit zur Prävention
  • Kennenlernen des Hilfenetzwerks
  • Kommunikation und Gesprächsführung
  • Kollegiale Beratung
  • Erkennen und vermeiden von Co-Verhalten
  • Betriebsvereinbarungen und Stufenplan

Kontakt:

Für weitere Infos oder Rückfragen kontaktieren Sie uns:

+49 1522 927 4739

oder

info@suchtpraevention-miehle.de