Junge Ansprechperson Suchtprävention und psychische Gesundheit (JASP)

Der Grundstein für Abhängigkeitserkrankungen wird meist schon in der frühen Jugend gelegt. Exzessive Verhaltensweisen sind oft ein Teil der Identitätssuche und der Erprobung eigener Grenzen. Und auch psychische Erkrankungen treten häufig im jungen Erwachsenenalter zum ersten Mal auf.

Am häufigsten tritt Depression im Alter von 18-25 Jahren zum ersten Mal auf.

35,5 % der Jugendlichen zwischen 18 und 25 Jahren trinken regelmäßig Alkohol.

30803 Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren wurden 2016 wegen einer Alkoholvergiftung stationär behandelt.

Auffälligkeiten am Arbeitsplatz

Auszubildende kommen immer wieder mit Restalkohol in die Arbeit oder sind deutlich sichtbar unausgeschlafen? Junge Mitarbeiter berichten von regelmäßigen Alkoholexzessen am Wochenende? Eine junge, engagierte Mitarbeiterin wird immer dünner? Und Sie haben keine Ahnung wie Sie als Arbeitgeber richtig darauf reagieren?

Sucht am Arbeitsplatz entwickelt sich nicht von heute auf morgen. Suchtentstehung ist schleichender Prozess, der sich nicht selten über 10-15 Jahre erstreckt. Und meistens liegt der Ursprung irgendwo in der Jugendzeit. Denn im Jugendalter ist man vor zahlreiche Herausforderungen gestellt, allen voran die Identitätsfindung. Alkoholmissbrauch oder Drogenkonsum können Ausdruck der Identitätssuche sein.  Eigene Grenzen spüren und austesten zu wollen kann der Grund für Alkoholexzesse oder anderes Risikoverhalten sein. Teilweise sind die Auswirkungen auch in der Arbeit spürbar. Wenn an dieser Stelle bereits richtig gehandelt wird, können massive Suchtprobleme am Arbeitsplatz verhindert werden.

 

Suchtprävention auf Augenhöhe

Junge betriebliche Suchtbeauftragte sind die ideale Unterstützung für betriebliche Suchtprävention auf Augenhöhe. Mahnende Worte eines Kollegen, der sich im Alter der eigenen Eltern oder gar Großeltern befindet kommen oft allein wegen des Altersunterschieds nicht an. Die jungen betrieblichen Suchtbeauftragten kennen die Lebenswelt der jungen KollegInnen aus eigener Erfahrung und können so ein deutlich empathischer sein. Und sie können die betrieblichen Suchtpräventionsmaßnahmen besser auf die Zielgruppe abstimmen, da sie besser einschätzen können, was bei der Zieglruppe ankommt. Suchtprävention muss Spaß machen und mit positiven Emotionen verknüpft werden. Reine Vernunftapelle sind erfahrungsgemäß nicht nachhaltig. Junge betriebliche Ansprechpersonen Suchtpräventon (JASP) bringen neue kreative Ideen mit, die die Zielgruppe auch erreichen.

 

Kollegiale Beratung

Neben den Fähigkeiten zur Planung und Durchführung von nachhaltigen Präventionsveranstaltungen werden die jungen betrieblichen Suchtberater auch in der Gesprächsführung geschult. Damit können sie KollegInnen ganz konkret Hilfestellungen bieten und in externe Hilfemaßnahmen vermitteln. Ziel ist es, das kollektive Wegschauen und Kompensieren von Auffälligkeiten zu unterbrechen und eine Kultur des Hinschauens und Helfens zu etablieren

 

Stressprävention und Suchtprävention

Menschen die ständig Stress in der Arbeit haben, Angst haben, ihren Job zu verlieren oder gemobbt werden, greifen eher zu Suchtmitteln. Somit ist der Umgang mit Gefühlen wie Stress, Angst, Wut, Frust uvm. ein zentrales Anliegen der betrieblichen Suchtprävention. Das Thema Stress- und Burnoutprävention wird in unserer Ausbildung zum jungen Suchtberater von einem erfahrenen Gastreferenten vermittelt. Die jungen Ansprechpersonen Suchtprävention (JASP) sind somit in der Lage, Projekte zu beiden Themen zu planen und durchzuführen.

 

Die Arbeit von ausgebildeten Peers, also gleichaltrigen ist im schulischen Kontext seit Jahrzehnten bewährt. Wir haben unsere Erfahrungen in der Ausbildung und Begleitung von Multiplikatoren zur Suchtprävention auf den Arbeitskontext angepasst und so eine einzigartige Ausbildung geschaffen.

 

Unsere ausführliche Broschüre

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Kurzpräsentation mit Videokommentar

Zur Anmeldung

Rahmen

  • 4 Module á 2 Tage
  • Inhouse oder auf Wunsch in einem Tagungshaus
  • Auszubildende, Jugendvertreter, Mitarbeiter im Alter bis maximal 25 Jahre
  • Mindestteilnehmerzahl 5 Personen

Inhalte

  • Informationen zu Suchtformen und Suchtmitteln
  • Möglichkeiten der betrieblichen Suchtprävention
  • Projektarbeit zur Prävention
  • Kennenlernen des Hilfenetzwerks
  • Kommunikation und Gesprächsführung
  • Kollegiale Beratung
  • Erkennen und vermeiden von Co-Verhalten
  • Betriebsvereinbarungen und Stufenplan

Kontakt:

Für weitere Infos oder Rückfragen kontaktieren Sie uns:

+49 1522 927 4739

oder

info@suchtpraevention-miehle.de