Suchtprävention für Auszubildende

Die Suchtentwicklung ist oft ein jahrelanger Prozess, dessen Ursprung in den meisten Fällen bereits in der Jugend liegt. Oft wird Fehlverhalten wie beispielsweise das Erscheinen am Arbeitsplatz mit Restalkohol als „Jugendsünde“ entschuldigt. Dadurch wird den jungen MitarbeiterInnen signalisiert, dass Fehlverhalten völlig in Ordnung sei. Schwerwiegendere Verläufe werden dadurch erst ermöglicht. Betriebliche Suchtprävention sollte dementsprechend frühzeitig ansetzen und bereits in der Ausbildung entsprechende Maßnahmen für genau diese Zielgruppe installieren.

Suchtprävention für Auszubildende

Im Jugendalter müssen diverse Entwicklungsaufgaben gelöst werden, um schließlich ein kompetentes Mitglied der Gesellschaft zu werden. Unter anderem zählt dazu die Entwicklung eines Werte- und Normensystems, sowie der Entwicklung eines Handlungsmusters für die Nutzung des Konsumwarenmarktes (Hurrelmann 2007). Auch und gerade die verantwortungsbewusste Nutzung von Suchtmitteln gilt es zu lernen.

Betriebliche Suchtprävention kann Jugendliche also auf mehrfache Weise stärken:

  • Klare und verbindliche Regeln zum Umgang mit Suchtmitteln am Arbeitsplatz. Wird jugendlichen MitarbeiterInnen frühzeitig signalisiert, dass Suchtmittelkonsum und Arbeit nicht vereinbar sind, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine problematische Nutzung von Suchtmitteln wie Alkohol, illegale Drogen oder Medikamente entwickelt deutlich geringer. Je mehr Unklarheiten es im Hinblick auf Regeln gibt, desto eher macht jeder, was er selbst für richtig hält.
  • Klare und verbindliche Konsequenzen bei Verstößen gegen die bestehenden Regeln. Gibt es keine Konsequenzen, ist die Regel wirkungslos. Die Entschuldigung „wir waren auch mal jung und haben Grenzen ausgetestet“ öffnet problematischen Konsummustern Tür und Tor, da sie signalisiert, dass es völlig in Ordnung ist, beispielsweise mit Restalkohol am Arbeitsplatz zu erscheinen.
  • Installation eines Hilfsangebots speziell für Jugendliche wie beispielsweise der junge Ansprechpartner für Suchtprävention und psychische Gesundheit (JASPS). Also eine Vertrauensperson, an den sich junge MitarbeiterInnen bei Fragen rund um das Thema Sucht und psychische Belastung wenden können.
  • Workshops zur Suchtprävention für Auszubildende und junge MitarbeiterInnen um ein kritisches Bewusstsein für das Thema Suchtentwicklung zu schaffen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie man sich selbst vor Sucht schützen kann
  • Informationsmaterialien zu verschiedenen Suchtformen, beispielsweise in Form eines Infokastens, Flyern, Plakaten, Infomails mit Links zu Präventionsseiten

Unsere Angebote in der Übersicht:

INHALTE:

Der Workshop Suchprävention für Auszubildende dient zur Sensibilisierung für die Gründe einer Suchtentwicklung, zur Information über unterschiedliche Suchtformen sowie zur Bildung einer kritischen Haltung zum Thema Suchtmittelkonsum. Zudem werden Möglichkeiten erarbeitet, wie man sich vor Sucht schützen kann. Es können Themenschwerpunkte gewählt werden, empfohlen wird jedoch die individuelle Ausrichtung des Workshops nach den Interessen der TeilnehmerInnen.

  • Was ist Sucht?
  • Gründe für die Entstehung einer Abhängigkeit
  • Suchtformen (Substanzgebunden/substanzungebunden)
  • Co-Verhalten
  • Wie kann ich mich vor Sucht schützen?
  • Meine Pflichten als Mitarbeiter
  • Privater Suchtmittelkonsum und Auswirkung auf die Arbeit
  • Betriebsvereinbarung und Stufenplan
  • Netzwerke intern wie extern

ZIELE:

  • Verstehen der Suchtdynamik
  • Kenntnis der verschiedenen Suchtformen
  • Co-Verhaltensweisen erkennen und beenden können
  • Kenntnis der rechtlichen Bestimmungen und Fähigkeit
  • Kenntnis der betrieblichen Bestimmungen zu Suchtmittel- und Medienkonsum am Arbeitsplatz
  • Transfer des Gelernten in den Arbeitsalltag

FACTS:

  • Empfohlener Zeitraum: 1 Arbeitstag
  • Ort: Inhouse
  • Maximale Teilnehmerzahl: 20 Personen
  • Kosten: Tagessatz je nach Aufwand (Konzeptanpassung, Handout, Nachbereitung)

OPTIONAL:

  • Als Seminarnachbereitung Umsetzung der Seminarinhalte als Lern-App
  • Erhöhung der Nachhaltigkeit in zeitgemäßem Format
  • Programmierung durch externen Partner everskill
  • Zusatzkosten werden direkt mit everskill abgerechnet

Kontakt:

Für weitere Infos oder Rückfragen kontaktieren Sie uns:

+49 1522 927 4739

oder

info@suchtpraevention­-miehle.de