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Ausbildung zur jungen Ansprechperson Suchtprävention (JASP)

Ansprechperson für Auszubildende und junge Mitarbeiter

 

Junge Ansprechpersonen in der Suchtprävention

Die derzeitige gesellschaftliche Situation und die Veränderungen im Suchtverhalten junger Erwachsener fordern altersadäquate Modelle der Suchtprävention.

Moderne Suchtprävention zielt auf eine allgemeine Persönlichkeitsförderung in kognitiver, sozialer und emotionaler Hinsicht ab. Um Prävention erfolgreich bei den Adressaten und den Multiplikatoren umzusetzen, bedarf es einer akzeptierenden und achtsamen Grundhaltung. Dies gilt vor allem gegenüber den

  • Lebensstilen,
  • Orientierungen,
  • persönlichen Einstellungen sowie
  • handlungsleitenden Wertüberzeugungen.

Nur so können wir zu selbstbestimmtem wie selbstbewusstem Denken und Handeln anregen und psychosoziale Unterstützung ganzheitlich fördern.

Peer education nutzt die Tatsache, dass Jugendliche im Alltagsleben meist mehr voneinander als von Erwachsenen lernen. Das heißt, die Gruppe der Gleichaltrigen spielt eine entscheidende Rolle in der Definition und Aufrechterhaltung der Identität.

Das peer to peer-Konzept hat sich in unterschiedlichen Projekten (z.B. in der Konfliktmediation) in Schulen und Jugendeinrichtungen bewährt: Der Erfolg liegt in der wechselseitigen Auseinandersetzung, Begleitung und Unterstützung Gleichaltriger untereinander.

Auf Partizipation angelegt eröffnen diese Ansätze den Jugendlichen vielfältige Möglichkeiten, Projekte mit zu gestalten und aktiv Einfluss auf Ziele und Arbeitsformen zu nehmen: eine sinnvolle Ergänzung in der Präventionsarbeit.

Peer to peer education bedeutet:

  • direkte & unkomplizierte Zielgruppenansprache
  • authentisches Interesse
  • Primär- und Sekundärprävention frei von jeglicher Tabuisierung
  • Achtsame und reflektierte Lebensentwürfe
  • jugendspezifisch und bedürfnisorientiert
  • Vertrauensvorschuss durch Gleichaltrigkeit
  • starke Szenenaffinität
  • Vorortpräsenz am Arbeitsplatz

Die jungen Ansprechpartner übernehmen zum einen die Aufgabe eines gleichaltrigen Paten, zum anderen die eines Multiplikators.

Fragt man nach Theorieansätzen des Peers-to-Peer Konzepts, so wird oftmals Bezug auf die sozial-kognitive Lerntheorie oder das Imitationslernen genommen. Nach der kognitiven Lerntheorie von Bandura wird menschliches Handeln überwiegend durch Modelle erlernt. Freundinnen und Freunde, Geschwister und andere Gleichaltrige können zu Modellpersonen werden. Deren Verhalten wird nachgeahmt sofern ihnen besondere Merkmale zugeschrieben werden (hoher sozialer Status, Prestige, besondere Fähigkeiten) oder wenn sie als sympathisch gelten und als ähnlich wahrgenommen werden.

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Peer to Peer-Arbeit in der Prävention sind eine akzeptierende Grundhaltung des jungen Ansprechpartners, Interesse am Thema und an der Arbeit mit ungefähr Gleichaltrigen. Die Bereitschaft, sich jungen Menschen anzunehmen sowie sich persönlich weiterentwickeln zu wollen unterstützt die eigene Reifung der Person ebenso wie die Sensibilisierung für das Thema Suchtprävention.

 

Ziele

Entwicklung von Kompetenzen durch:

  • die Aneignung von Wissen
  • Selbsterfahrung
  • Förderung sozialer Fähigkeiten und kommunikativer Kompetenzen
  • Aufzeigen inner- und außerbetrieblichen Hilfen

Zielgruppe:

  • Jugendvertreter und Mitarbeiter im Alter zwischen 18 und 25 Jahren

Inhalte:

Wissensvermittlung

  • Primär- und Sekundärprävention
  • Wirkungen und Wirkweisen der Suchtformen und Substanzen
  • Verlauf- und Auswirkungen der Suchterkrankungen
  • Hilfesysteme

Selbsterfahrung

  • Überprüfung der eigenen Motivation und Einstellungen
  • Achtsame Auseinandersetzung mit eigenen protektiven und destruktiven Anteilen
  • Erkennen eigener Möglichkeiten und Grenzen
  • Nutzbarmachung von Ressourcen

Handlungsorientierung

  • Kontaktaufnahme
  • Information
  • Gesprächsführung
  • Öffentlichkeitsarbeit im Betrieb
  • Zusammenarbeit mit internen und externen Funktionsträgern

Bei Anmeldung von 3 oder mehr Personen durch einen Arbeitgeber gewähren wir einen Rabatt. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

Kurs Ausbildung zur jungen Ansprechperson Suchtprävention (JASP)
Nummer 1
Freie Plätze 7
Datum 19.10.2022 – 15.06.2023
Preis € 1'850.00 – 2'000.00
MwSt exkl.
Ort Hotel Alpenhof Augsburg
Donauwörther Str. 233
86154 Augsburg
Kontakt Betriebliche Suchtprävention Miehle GmbH
Ulmer Straße 160
86156 Augsburg
Tel. 08214443066
www.betriebliche-suchtpraevention.de
Anmeldeschluss 30.09.2022 23:55
Status Für Anmeldungen geöffnet
Nr. Datum Zeit Leiter*in Ort Beschreibung
1 19.10.2022 10:00 – 17:00 Patrick Durner Hotel Alpenhof Augsburg JASP Modul 1
2 14.12.2022 10:00 – 17:00 Patrick Durner Hotel Alpenhof Augsburg JASP Modul 2
3 08.03.2023 10:00 – 17:00 Patrick Durner Hotel Alpenhof Augsburg JASP Modul 3
4 14.06.2023 10:00 – 17:00 Patrick Durner Hotel Alpenhof Augsburg JASP Modul 4