Ansprechpartner Suchtprävention und psychische Gesundheit (ASPS)

Seit 1999 bildet die Betriebliche Suchtprävention Miehle am Standort Augsburg betriebliche Ansprechpartner Sucht aus. Über 200 Personen in 74 Behörden und Unternehmen aus ganz Deutschland wurden seither qualifiziert. Viele der ausgebildeten Suchtberater halten uns die Treue und besuchen regelmäßig die Supervision und Aufbaumodule. 2019 beginnen wir erstmals mit der Ausbildung an beiden Standorten Augsburg und Berlin.

Informationen zur Zertifikatsausbildung

Mit der Ausbildung eines oder mehrerer Ansprechpartner Suchtprävention und seelische Gesundheit installieren Sie eine wichtige Institution in der Firmenstruktur. Die Fälle von Krankheit durch psychische Belastungen steigen jährlich an. Gleichzeitig verändern sich die Formen der Abhängigkeit. War bis 2017 der Alkohol unbestritten das Suchtmittel, das im Arbeitskontext am meisten Probleme verursachte, gab es 2017 laut Jahrbuch Sucht mehr Medikamentenabhängige als Alkoholabhängige. Auch kommen jährlich neue psychoaktive Substanzen auf den Markt und nicht zuletzt steigt auch die Zahl der Mediensüchtigen Menschen jährlich an.   Franz Miehle bildete bereits seit 2005 Ansprechpartner Sucht aus. Seine bewährten Inhalte haben wir erhalten und gleichzeitig neue Impulse integriert. Die Zertifikatsausbildung orientiert sich inhaltlich eng an den Qualitätsstandards der betrieblichen Suchtprävention der deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS).   Die Aufgaben des Ansprechpartner Suchtprävention und seelische Gesundheit umfassen nach unserer Definition:  

  • Unterstützung der Führungskräfte bei der Vorbereitung und Durchführung von Gesprächen mit auffälligen MitarbeiterInnen
  • Unterstützung der Betroffenen und Vermittlung in externe Hilfsangebote
  • Mitgestaltung der Suchtprävention im Unternehmen
  • Beteiligung an internen Gesundheitszirkeln, Arbeitskreisen zur Suchtprävention und Gesundheitsförderung
  • Vernetzung mit externen Hilfseinrichtungen und Selbsthilfeangeboten

  Die Ansprechpartner benötigen zur guten Erfüllung ihrer Tätigkeit die Möglichkeit der regelmäßigen Supervision von Fällen sowie der Weiterbildung zu neuen Entwicklungen im Bereich Sucht und seelische Gesundheit. Ab einer Unternehmensgröße von 250 Mitarbeitern empfiehlt sich die Ausbildung eines internen Ansprechpartners.   Nutzen des internen ASPS:  

  • Teils langjährige kollegiale Zusammenarbeit
  • Niedrigschwelliger Zugang zu Hilfemaßnahmen da in den Arbeitsalltag integrierbar
  • eigene bewältigte Suchtvergangenheit des ASPS und damit Vorbildfunktion
  • Jederzeit auch für Führungskräfte verfügbar, die sich informieren wollen
  • Kenntnis der Strukturen im Unternehmen und damit sehr hilfreich für die Weiterentwicklung der betrieblichen Suchtprävention
  • Enge Vernetzung mit externen Hilfseinrichtungen und ggf. Unterstützer beim ersten Gang in eine externe Beratungsstelle
  • regelmäßiger Teilnehmer an einer Selbsthilfegruppe, kann somit Erfahrungswerte mit Betroffenen teilen und diese auch zu einem Treffen mitnehmen
  • Neues spannendes Aufgabenfeld für den ASPS steigert seine Arbeitsmotivation
  • Unterbrechung von Co-Verhaltensweisen im Unternehmen durch die Präsenz des Themas Suchtprävention

  Externer Ansprechpartner Sucht Auch kleine und mittelständische Unternehmen mit einer Betriebsgröße von unter 250 Mitarbeitern werden immer wieder mit Betroffenen von Suchterkrankungen oder anderen psychischen Erkrankungen konfrontiert. Laut Statistik haben 10 % aller Beschäftigten einen problematischen Alkoholkonsum. Somit gibt es rein statistisch selbst bei einer Betriebsgröße von 50 Mitarbeitern 5 Personen die gefährdet sind, eine Alkoholabhängigkeit zu entwickeln. Die Themen Medikamentenabhängigkeit, Mediensucht, Abhängigkeit von illegalen Drogen sowie Essstörungen sind von dieser Statistik noch nicht erfasst. Die steigende Zahl an psychischen Belastungen am Arbeitsplatz erfordert ebenfalls die Aufmerksam von KMU.   Damit auch Kleinbetriebe im Fall der Fälle Betroffene schnell und niedrigschwellig an externe Hilfseinrichtungen vermitteln können empfiehlt sich ein externer Ansprechpartner Suchtprävention und seelische Gesundheit. Im Raum Augsburg/München sowie im Großraum Berlin bietet die Betriebliche Suchtprävention Miehle GmbH auch diese Dienstleistung an. Diese umfasst:  

  • Erstgespräche mit Betroffenen im Unternehmen oder in neutralen Räumen außerhalb
  • Beratung von Führungskräften bei der Gesprächsführung mit Betroffenen
  • Vermittlung in externe Beratungsstellen
  • Unterstützung bei der Weiterentwicklung des Gesamtkonzepts zur betrieblichen Suchtprävention
  • Unterstützung bei der Entwicklung einer Betriebsvereinbarung zum Konsum von Suchtmitteln und privaten Medien am Arbeitsplatz

INHALTE

Neben der Vermittlung von Fachkompetenz zu den Formen der Abhängigkeit sowie der psychischen Erkrankungen legen wir besonderen Wert auf die Entwicklung einer Beraterpersönlichkeit. Das Fachwissen zu Sucht allein macht noch keinen guten Berater aus. Eine Intensive Auseinandersetzung mit sich selbst ist Voraussetzung um in kritischen Situationen den Überblick zu behalten und sich nicht selbst zu überlasten. Suchtkranke wie psychisch Kranke haben oft ein Talent dafür, Verantwortung an andere abzugeben. Ein guter Berater sollte sich auch abgrenzen können und gut für sich selbst sorgen.   Inhalte sind unter Anderem:

  • Wissensvermittlung zu Sucht und psychischen Erkrankungen
  • Rechtliche Bestimmungen zu Sucht am Arbeitsplatz
  • Hilfenetzwerke
  • Gesprächsführungstechniken
  • Übungen zur Persönlichkeitsentwicklung
  • Möglichkeiten der Prävention am Arbeitsplatz
  • Chancen und Grenzen des Ansprechpartners
  • Co-Verhalten
  • Betriebliches Eingliederungsmanagement
  • Rückfall (-prävention)
  • Vielfältige Methoden

FACTS

  • 8 Module über ein Jahr
  • 3 Tage pro Modul
  • Orte der Ausbildung: Augsburg und Berlin
  • Mindestalter der Teilnehmer: 30 Jahre
  • Bei eigener Suchtvergangenheit stabile und abstinente Lebensweise Voraussetzung für die Teilnahme
  • Ein Einstieg in die laufende Fortbildung ist bis zum 3. Modul möglich

VORAUSSETZUNG FÜR ZERTIFIZIERUNG

  • Anwesenheit bei mindestens 7 von 8 Modulen (verpasste Module können im Folgejahr nachgeholt werden)
  • Praktikum von mindestens 3 Tagen in einer Facheinrichtung
  • Erstellung eines Praktikumberichts
  • Erstellung einer Projektpräsentation
  • Erarbeitung eines internen und externen Netzwerks

Kontakt:

Für weitere Infos oder Rückfragen kontaktieren Sie uns:

+49 1522 927 4739

oder

info@suchtpraevention­-miehle.de